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GEGEN KRIEG , RASSISMUS , UNTERDRÜCKUNG & AUSBEUTUNG // FÜR FRIEDEN & GERECHTIGKEIT !

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Mahatma GandhiIch glaube an die Gewaltlosigkeit als einziges Heilmittel.

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    Für immer beeinträchtigt

    Beitrag  Admin am Mo März 10, 2014 7:55 am

    Für immer beeinträchtigt
    Prozeß gegen neun mutmaßliche Neonazis in Magdeburg: Opfer von Prügelattacke in Bernburg wollte deeskalieren
    Von Susan Bonath



    Im Prozeß gegen neun Angeklagte vor dem Magdeburger Landgericht hat am Montag das Opfer ausgesagt, Der aus der Türkei stammende Abdurahman E. wurde am 21. September 2013 von einer Gruppe Rechter vor seinem Imbiß im Bernburger Bahnhof vor den Augen seiner Partnerin und eines Freundes brutal verprügelt und lebensgefährlich verletzt. Er widersprach der Darstellung der Angeklagten, er sei mit einer Waffe, »einer Machete oder einem Messer«, aus dem Laden gekommen. Er sei den Angreifern beim Rauchen und Kontrollieren der Fenster begegnet, nachdem einer von ihnen am Türgriff gerüttelt habe. »Sie pöbelten: Verschwinde, dreckiger Ausländer, Kanakenstück.« E. habe sie beruhigen wollen, einem die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt »Wie geht’s, Jungs, macht doch mal ein bißchen Multikulti.« Dann habe einer seine Freundin mit »Ausländerschlampe« beschimpft. E. habe gemeint, das sage man nicht zu einer Frau und ihm einen Klaps auf die Hand gegeben. »Da hat der die Hand gehoben, es war Krach und Lärm, dann weiß ich nichts mehr«, sagte der 34jährige. Erst im Krankenhaus sei er wieder zu sich gekommen.

    Zeugenaussagen zufolge schlug einer der Täter E. eine Bierflasche auf den Kopf. Kurz darauf prügelten und traten die Rechten auf ihn ein, auch dann noch, als er schon blutend und bewußtlos am Boden lag. Seine Partnerin und der Freund seien ebenfalls angegriffen worden, als sie helfen wollten. Der Imbißbetreiber trug schwerste Kopfverletzungen davon. Mehrere Tage lag er im Koma. Die Ärzte retteten sein Leben durch eine Notoperation. E. gab an, sein linkes Auge sei bleibend geschädigt, er leide bis heute unter Schmerzen im Kopf und am Arm sowie unter Schwindelanfällen. Zudem ist sein Schädel deformiert und er leide unter Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis und der Konzentration.

    Zuvor hatte Richter Dirk Sternberg mehrere Polizisten angehört. Vor allem wollte er wissen, weshalb die in Bahnhofsnähe gestellten Täter einen Bierkasten nach der Aufnahme der Personalien wieder mitnehmen durften. »Weil wir befürchtet hatten, daß die Sache eskaliert«, erklärte einer der Zeugen. Daß auf dem Bahnsteig ein Schwerverletzter lag, habe er zu der Zeit nicht gewußt. Ferner wurden im Gerichtssaal Fotos vom Tatort gezeigt. Rings um die Blutlache, die vom Opfer stammte, lagen Scherben zersplitterter Flaschen. Die Polizei habe außerdem ein Messer auf dem Boden gefunden. Lediglich drei Zeugen, den Freund des Opfers, einen Passanten und eine Lokführerin, konnten die Beamten am Tatort befragen, wie sie aussagten. Die Staatsanwältin rügte die Arbeitsweise der Polizei als »teils nicht nachvollziehbar«.

    Die Angeklagten zwischen 24 und 33 Jahren schwiegen die gesamte Verhandlung über. Acht von ihnen stammen aus Schönebeck/Elbe nahe Bernburg in Sachsen-Anhalt. Die meisten sind der Polizei aus dem rechten Milieu bekannt, einige haben eine dicke Strafakte. Der 28jährige Angeklagte Francesco L. war 2006 als »Schläger von Pömmelte« bekannt geworden. Dort hatte er einen zwölfjährigen dunkelhäutigen Jungen schwer mißhandelt. Die Männer müssen sich wegen versuchten Totschlags, schwerer Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Der Arbeitskreis Antirassismus Magdeburg kritisiert, daß die Staatsanwaltschaft kein rassistisches Tatmotiv zur Anklage gebracht hat, obwohl die Männer keinen Hehl aus ihrer Gesinnung machten. Richter Sternberg erwägt eine Verurteilung wegen versuchten Mordes, wenn sich »Ausländerhaß« beweisen lasse. Ende März wird das Urteil erwartet.

    jw

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