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GEGEN KRIEG , RASSISMUS , UNTERDRÜCKUNG & AUSBEUTUNG // FÜR FRIEDEN & GERECHTIGKEIT !

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    »Die Chancen für eine Blockade sind gut«

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    »Die Chancen für eine Blockade sind gut«

    Beitrag  Admin am Mo März 03, 2014 12:04 am

    »Die Chancen für eine Blockade sind gut«
    Chemnitzer Antifaschisten machen gegen Neonaziaufmarsch am Mittwoch und gegen Krieg mobil. Gespräch mit Sabine Kühnrich
    Interview: Markus Bernhardt


    Sabine Kühnrich engagiert sich in der Arbeitsgruppe »Chemnitzer Friedenstag«

    Am Mittwoch wollen neofaschistische Organisationen erneut in Chemnitz aufmarschieren, um einmal mehr um das Gedenken an die Opfer der Bombardierung der Stadt am 5. März 1945 durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg für ihre Propaganda zu mißbrauchen. Was wollen Sie den Nazis entgegensetzen?

    Den Nazis setzen wir seit Jahren antifaschistische Präsenz entgegen, ganztägig und direkt vor dem Chemnitzer Rathaus. Da steht jedes Jahr ein Friedenskreuz – ein begehbares Kunstwerk und ein Ort der Besinnung. Man kommt ins Gespräch, auch zwischen den Generationen. Die Jüngeren hören, was die Alten über ihr Erleben des Faschismus und den Zweiten Weltkrieg zu erzählen haben. Und es gibt eine Ausstellung gegenüber, wie der Faschismus mit der Reichstagswahl am 5. März 1933 auch in Chemnitz ankam. Die Botschaft ist klar: Wir wollen keine Nazis und Rechtspopulisten in der Stadt, keine Geschichtsverfälschung und keinen Rassismus.
    Ist es den Neofaschisten gelungen, bei Teilen der Chemnitzer Bevölkerung zu punkten?

    Wenn man bedenkt, daß die NPD mit einer Vertreterin und die Bewegung »Pro Chemnitz« mit drei Vertretern im Rathaus sitzen, muß man das mit Ja beantworten – irgend jemand hat die da ja reingewählt. Da fragt man sich schon, warum läßt man denen in Wahlkampfzeiten überhaupt eine einzige Laterne frei.

    Auch die Probleme, die sich aus der Überfüllung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Chemnitz ergaben, konnten Rechte unter dem Deckmantel einer Bürgerinitiative nutzen, um – zumindest zeitweilig – Teile der Anwohnerschaft rund um die Enrichtung für sich zu gewinnen. Und bei welchen Chemnitzerinnen und Chemnitzern konnten eigentlich die NSU-Mörder abtauchen?
    Traditionell finden rund um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt viele friedenspolitische Veranstaltungen statt. Wie gelingt es, den Kampf gegen alte und neue Nazis mit dem gegen Krieg zu verbinden?

    Wir stellen uns immer wieder die Frage: Wie erreicht man Menschen, die – scherzhaft gesagt – keine »Berufsdemonstranten« sind, die sich nicht politisch orientiert haben, aber Krieg und Menschenverachtung einfach intuitiv ablehnen – vor allem junge Menschen? Kann man sie dafür sensibilisieren, Rassismus in ihrem Alltag zu erkennen? Wie bringt man sie dazu, sich in die Flüchtlinge der heutigen Zeit hineinzuversetzen?

    Mit einem kreativen Projekt für Schülerinnen und Schüler, die riesige Plakate gestalten, versuchen wir, an diese Zusammenhänge heranzuführen. Die Plakate prägen das Stadtbild und das Bewußtsein der jungen Leute. Entscheidend ist doch, wie Menschen sich im konkreten Fall verhalten. Laden sie etwa ihre Nachbarn aus Vietnam zum Kaffee ein oder beginnen sie ihre Statements mit: »Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber …«?
    Und an welchen Aktivitäten wird sich Ihre Arbeitsgruppe am 5. März beteiligen?

    Am Dienstag werden wir wieder einen Friedenspreis an Initiativen vergeben, die sich für ein friedliches Miteinander engagieren. Im Anschluß daran haben wir einen Vortrag des Theologen Eugen Drewermann organisiert, der sich der Frage widmen wird, warum Menschen Krieg führen. Am 5. März selbst wird es eine kulturelle Kundgebung vor dem Rathaus geben, an der sich das städtische Theater, der Chor der jüdischen Gemeinde und viele andere beteiligen werden und auf der wir die Flüchtlingsproblematik aus aktueller Sicht beleuchten möchten.
    Sehen Sie Chancen, daß der Aufmarsch – etwa wie in den vergangenen Jahren in Dresden – durch Blockaden gestoppt werden könnte?

    Wenn ich mir die Routen der Gegendemonstrationen ansehe und wenn die Intensität der Mobilisierung dafür bis zum Mittwoch nicht abreißt, dann stehen die Chancen gut, daß eine genügend große Zahl vernunftbegabter Wesen in Chemnitz die Nazis erfolgreich blockiert. Das Bündnis »Chemnitz nazifrei«, Die Linke, der DGB, ver.di und viele andere rufen dazu auf, an einer der Gegenveranstaltungen teilzunehmen. Und auch die Organisatoren des »Chemnitzer Friedenstages« werden nach Beendigung der Kundgebung vor dem Rathaus die Teilnehmer nicht darüber im Ungewissen lassen, auf welchen Straßen und Plätzen demokratisches Engagement in dieser Stunde besonders gefragt ist.



    www.chemnitzer-friedenstag.org

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